Ganz komische Zeichen: Achtung Schriftsatz-Alarm!
Oha, da ist es schon wieder passiert! Ich sehe öfters in den Blogs auf Websites meiner Kunden ungewöhnliche Schriftzeichen, die sich ganz seltsam vom allgemeinen Schriftbild nicht nur der Website, sondern sogar ihres Verwaltungsbereichs abheben!
Stellen Sie sich vor, in Microsoft Word würden plötzlich vereinzelte Teile der Benutzeroberfläche - Schaltflächen, Menüs etc. - in fett gedruckten Serifen-Lettern erscheinen. Sie würden sich sicher fragen, was denn da plötzlich kaputt gegangen ist!
So ging's mir, als ich das erstmals bei Kunden gesehen habe. Kaputt ist gar nicht gut. Deshalb geht's heute darum, worauf Sie beim Bloggen achten müssen.
Formatfalle Social Media-Generatoren
Hyper-Nerds wie ich erkennen beim Blick auf manchen Blogbeitrag schnell, wenn Eingabefehler vorliegen, die bestenfalls zu Darstellungsfehlern und schlimmstenfalls zu Problemen mit Programmcode und Barrierefreiheit der Website führen können:
Kein „normaler“ Text
Wo kommt solcher Text bloß her? Wurde er eventuell aus einem (KI-)Generator für LinkedIn o.ä. Social Media, aus Microsoft Word oder einer PDF kopiert und in WordPress eingefügt?
Was wir hier sehen, sind keine „normalen“ alphanumerischen Buchstaben, sondern Sonderzeichen aus dem Unicode-Zeichensatz, die bestimmte Formatierungen - Serifenschrift, Fettdruck - vortäuschen.
Diese Unicode-Schriftzeichen sind nicht immer maschinenlesbar und schaden Ihrer Website.
Diese Schriftzeichen sind nicht immer optimal maschinenlesbar und schaden so der Barrierefreiheit, Performance und Suchmaschinenoptimierung Ihrer Website.
Zum Beispiel können Screen Reader die Texte nicht vorlesen und damit entgeht blinden Besuchern der Inhalt.
Die Gefahren: Zeichensätze und Texteffekte oder lieber ganz langweilig-seriös?
Wenn Sie Blogbeiträge in anderen Programmen vorschreiben, dann empfehlen wir dringend, auf Schnörkel und Spielereien zu verzichten. Simpler, unformatierter Text gewährleistet systemübergreifend die höchste Kompatibilität.
Alles andere stört nicht nur das technische System Ihrer Website, sondern sorgt auch noch für Uneinheitlichkeit auf dem Front-End:
Dazu kommt, dass Sie bei Suchmaschinen und wahrscheinlich auch Ihrem Publikum Vertrauen, Expertise, Erfahrung und Autorität ausstrahlen, wenn Sie sich ganz seriös geben und Ihre Inhalte in normalem, einheitlichem Format präsentieren.
Nicht von ungefähr sind wir es alle gewohnt, diese Textspielereien in unseren Spam-Ordnern zu finden:
(Spammer benutzen diese Schriftsätze übrigens genau deshalb, weil sie sich erhoffen, sich damit an der normalen Texterkennung von Software vorbeischmuggeln zu können. Denkwürdig.)
Ja und nun?
Im Zweifel bitte erst in einen simplen Texteditor wie Notepad „zwischen“-kopieren und dann von dort in WordPress.
Außerdem lege ich Ihnen den Unicode Text Normalizer ans Herz, mit dem Sie Text in Unicode-Schriftsätzen zurück zum handelsüblichen ASCII konvertieren können:
Es ist Ihre Entscheidung, wenn Sie für LinkedIn etc. quirlige, auffällige Posts erstellen wollen mit spaßigen Textformaten, Raketen, Sternchen und roten Ausrufezeichen.
Ich lege Ihnen aber aus den besprochenen Gründen dringend ans Herz, diese Inhalte nicht einfach in WordPress zu kopieren. Nutzen Sie stattdessen die Bordmittel Ihrer Website und tippen Sie die Texte neu, bzw. kopieren Sie die Textinhalte erst dann hinein, nachdem Sie sie vorher in einem Nur-Text-Editor bereinigt haben.